Nyttland Wiki
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Tiras Jugend

An einem Frühjahrsmorgen erblickte Tira als erstes Kind des Holzfällers Akafi Björnson und seiner Frau Drifa Vitnirdottir das Licht der Welt in der Nähe von Stanbrügg auf Fennlaarn. Als ihre kleinen Zwillingsbrüder Sveigir und Tindur und schließlich auch ihr jüngster Bruder Aron die Familie vervollständigten, konzentrierte sich Tira darauf, ihre Mutter zu unterstützen. Sie übernahm früh Hausarbeiten oder kleine Botengänge. Wenn die Zeit es jedoch zu ließ, sah sie gerne zu, wie andere den Umgang mit Waffen erlernten und wenn es

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sich ergab auch den ein oder anderen Schwertkampf. Der ausgebrochene und sich immer weiter zuspitzende Bürgerkrieg auf Fennlaarn zwang ihre Familie, sich weiter in die Wälder zurückzuziehen. Der Höhepunkt des Krieges forderte schließlich seinen Tribut, als ihre Mutter Drifa beim Sammeln von Beeren überfallen und erschlagen wurde. Tira war der Überzeugung, dass all dies hätte verhindert werden können, wenn sie des Kämpfens mächtig gewesen wäre und ihre Mutter begleitet hätte. Doch sie war sich auch bewusst, dass niemanden die Schuld traf und ein Krieg immer seine Spuren hinterließ.

Tiras Ankunft und Zukunft auf Nyttland

Als der Bürgerkrieg sein Ende fand und ihr Vater von dem geplanten Neuanfang in Drekalion hörte, beschloss er, sich mit seinen Kindern der Reise anzuschließen und all dies hinter sich zu lassen. Nachdem sie der Sturm jedoch nicht nach Drekalion gebracht hatte, sondern auf eine unbewohnte Insel, sah Tira dies sofort als ihre Chance, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und in die Zukunft zu blicken. Ihre Familie baute sich mit Nyttland ein neues Leben auf. Nachdem die ersten Hürden überwunden waren, widmete sich Akafi wieder seiner Arbeit als Holzfäller.  Ihre Zwillingsbrüder Sveigir und Tindur waren untereinander sehr streitlustig, doch sie hatten gelernt, sich das bei ihrer Arbeit beispielsweise beim gemeinsamen Sägen zu Nutze zu machen.
Aaron hingegen fand, dass er nicht ganz in dieses Gespann hineinpasste und so entschloss er sich, dem Holzfällerhandwerk den Rücken zuzukehren. Als er sich der Minenarbeit von Skeld anschloss und seine Erfüllung fand, überließ er Tira seine alten Lederhandschuhe. Damit wollte er ihr gegenüber seine Dankbarkeit für ihre Geduld zeigen und deutlich machen, dass er nie wieder zu dem Holzfällerhandwerk zurückkehren würde.

Tira war ihr Leben lang eine stille Beobachterin gewesen, doch nun da sie sich sicher sein konnte, dass ihr Vater und ihre Brüder Fuß gefasst hatten und sie Tira nicht mehr brauchten, konnte sie sich darauf konzentrieren, ihren Weg zu finden. Für sie war klar, dass es jetzt keinen besseren Augenblick gab, um das Kämpfen zu erlernen, sich ihren Platz in Nyttland zu suchen und den Bewohnern etwas zurückzugeben. Mit diesem Ziel sucht sie nun ihre Bestimmung und einen Mentor, der sich ihrer annimmt.

Der Beginn von Tiras Geschichte

Das Saatfest nutzte Tira erfolgreich für sich. Thengill Olafsson nahm sie unter seine Fittiche und sie leisteten sich gegenseitig einen Eid. Er würde sie unterstützen und ihr helfen sich zu entfalten. Sie würde für ihn arbeiten, ihn unterstützen und ihren Weg mit seiner Hilfe finden. Zunächst würde sie als Magd klein beginnen mit dem Ziel bald schon die ersten Lektionen des Schwertkampfes zu erlernen. Bereits bei dem Schutzrunenritual und dessen Vorbereitung strengte sie sich an, um ihren neuen Aufgaben gerecht zu werden. Bei dem Ritual zog sie als ihre Schutzrune Ingwaz und fand, dass sie keine passendere Rune hätte ziehen können.

Sie lernte bei den Festlichkeiten auch den Gast Halef Hermunson aus Ronland kennen, ein geheimnisvoller Mann mit vielen Geschichten, denen sie nur allzu gerne lauschte. In vielen Gesprächen ließ sie sich von seinen Göttern und ihren Traditionen erzählen und durfte auch den ein oder anderen Schlag mit seiner Axt versuchen. Gemeinsam legten sie den Grundstein einer hoffentlich langen Freundschaft.

Auch knüpfte sie tiefgehende freundschaftliche Bande mit Lifra Knutsdottir und Valka Finnleikdottier. Wie sich bald herausstellte, teilten sie eine gemeinsame Erfahrung, die bei allen dreien tiefe Wunden hinterlassen hatte. Randulf Svenson, der blonde Bäcker mit einem unverkennbaren Muttermal unter seinem rechten Auge, hatte Tira vergangenen Sommer mit Gebäck und lieblichen Worten um den Finger gewickelt. Sie ließ sich auch von den leeren Versprechungen täuschen, dass er eine gemeinsame Zukunft für sie beide erschaffen wolle und gab ihn all ihr Kupfer. Dann verschwand Randulf aus ihrem Leben und sie hörte nichts mehr von ihm bis Lifra verkündete, dass sie eben jenen Mann vor hatte zu ehelichen. Tira hatte wie die meisten Frauen Lifras vorigen Schwärmereien gelauscht und auch ein wenig angestachelt. Doch als sie hörte, dass es sich um Randulf Svenson handelte, fasste sie sich ein Herz, erzählte ihre Geschichte und offenbarte ihrer neu gewonnenen Freundin, dass sie auf einen üblen Betrüger hereingefallen war. Als kurz darauf Valka eine sehr ähnliche Geschichte über Randulf erzählte, wusste Tira, dass sie in diesen beiden Frauen Leidensgenossen gefunden hatte. Den Zuspruch und Trost, den sie von allen anderen Nyttländer erfuhr, berührte sie zutiefst und sie wusste in diesem Moment, dass es damals die richtige Entscheidung war, in Nyttland zu bleiben. Schon bald wurde alles in die Wege geleitet, um Randulf Svenson zufassen zu kriegen und ihn für seine Taten bluten zu lassen. Tira war bereit, geduldig auf den Tag zu warten, an dem Randulf Svenson für seine Taten zur Rechenschaft gezogen würde, sei es durch sie selbst oder jemand anderen.

Tira auf Reisen

Es stellte sich als schwerer heraus, Randulf zu fassen zu bekommen. Die Nyttländer suchten mit der Hilfe Ihrer zahlreichen Kontakte und mit Steckbriefen nach dem Eheschwindler - doch bisher ergebnislos. Fast ein Jahr war vergangen, seit Randulf Nyttland verlassen hatte.

Nach all den Monaten wurde endlich eine ähnlich aussehende Person im Königreich Doria gesichtet. Tira bat Jarl Thengill darum, sich der Sache annehmen zu dürfen und den Hinweisen zu folgen, ehe die Fährte erkaltete. Thengill unterstützte den Vorschlag und so wurde Tira auf unbestimmte Zeit entsandt.

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